Wüstungen

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Wüstungen, d.h. ehemalige Siedlungen, gibt es zuhauf. Die Lage der meisten lässt sich durch noch heutige Flurnamen rekonstruieren oder durch den Ort, den der Name der Wüstung beschreibt. Für meine Abschlussarbeit über Kloster Rupertsberg habe ich eine Reihe von Wüstungen lokalisieren können. Bis auf vier: Wiseloh, Scrinne, Egeseberg und Burgestat.

Wiselon

Vielleicht auch ein Lesefehler und „Wiseloh“, „Wiesloch“? Wohl eine Siedlung in einem grasreichen Gelände.

Burgestat

Hinter „Burgestat“, dass sehr an „Burgstadt“ erinnert, könnte es sich um einen Ort mit einem burgus handelt, den aber in Rheinhessen so gut wie jedes Dorf hatte. Es lässt sich dahe schwerlich näher lokalisieren.

Egeseburg

„Egeseberg“ war wohl ein „Schreckensberg“ („egese“ in Beneckes Mhd. Wörterbuch), aber mir ist keine Anhöhe in hiesigen Raum bekannt, die im Volksmund den Namen trägt.

Scrinne

Zuletzt „Scrinne“, das auf das Wort „Schrein“ hindeutet. In dem Wörterbuch eines leider mittlerweile verstorbenen Niederländers („Toponymisch Woordenboek van België, Nederland, Luxemburg, Noord-Frankrijk en West-Duitsland (vóór 1226)“ von Moritz Gysseling) findet sich der Hinweis, dass dieses Scrinne sich in der Nähe von Bingen, befand (http://www.wulfila.be/tw/query/?lemma=14234). Mehr leider nicht und auch nicht an anderer Stelle.

 

(Am hilfreichsten für die Lokalisierung nach Wüstungen in der Rhein-Nahe-Region ist Wilhelm Fabricius „Die Herrschaften des unteren Nahegebietes“ gefolgt von Winfried Dotzauers „Geschichte des Nahe-Hunsrück-Raumes von den Anfängen bis zur Französischen Revolution und Koch, Erwin: Rheinhessische Rechtsaltertümer. Würzburg-Aumühle 1939.)

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