Heinrich von Ockenheim, der Kreuzfahrer

Auch als Wilhelm, Graf von Jülich während des fünften Kreuzzuges in Ägypten starb, war Heinrich von Ockenheim an seiner Seite – wie auch Heinrich, Graf von Sayn-Wittgenstein, und Theoderich von Isenburg.

In Anbetracht des 1215 endenden Waffenstillstandes in den Kreuzfahrerstaaten, rief Papst Innozenz III. bereits im Frühjahr des Jahres 1213 in seiner Bulle „Quia maior“ zum erneuten Kreuzzug auf. Diese wurde 1215 auf dem 4. Laterankonzil beschlossen,
nachdem kurz zuvor der zum römischen König gekrönte Friedrich II. von Hohenstaufen seine Teilnahme am Kreuzzug gelobte. Durch den Tod des Papstes etwas hinausgezögert wurde von Papst Honorius III. der 1. Mai 1217 als Beginn des Kreuzzuges festgelegt, der von Brindisi in die Kreuzfahrerstaaten führen solle. Kurzum: Der Kreuzzug war für das Christentum nicht „erfolgreich“, Anfang 1218 waren sie bereits wieder auf dem europäischen Festland. König Friedrich II. musste zudem wegen innenpolitischen Problemen seine Teilnahme verschieben (letztendlich löste er erst 1228 sein Kreuzzugsversprechen ein). Das wussten allerdings die Kreuzfahrer, die im Frühjahr 1218 gen Marokko segelten, nicht und hofften auf eine baldige Ankunft des Königs. Unter ihnen war auch Heinrich von Ockenheim. Ob er von Beginn an in einer Gruppe mit den eingangs genannten Personen reiste oder sich erst 1219 in ihrer Nähe bewegte, ist unbekannt. Denn er trat in den drei Urkunden jeweils nur als Zeuge in Urkunden von Graf Wilhelm von Jülich auf, der noch im Jahr 1219 verstarb.1)Tatsächlich sind die Urkunden auf 1218 datiert, da er vor Ostern 1219 starb. In der Diözese Köln, in der Jülich lag, datierte man nach dem so genannten Osterkalender, d.h. die Kalenderjahre begannen jeweils am Ostersonntag und waren deshalb auch unterschiedlich lang. So wurde die Urkunde für die Grafschaft Jülich korrekt auf 1218 datiert, obwohl bereits das Jahr 1219 unseres Kalendersystem begonnen hatte.

Cite this article as: Petra Tabarelli: "Heinrich von Ockenheim, der Kreuzfahrer". In: petra-tabarelli.de. URL: http://petra-tabarelli.de/heinrich-von-ockenheim-der-kreuzfahrer/ (Letzter Zugriff: 23. August 2017).

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1. Tatsächlich sind die Urkunden auf 1218 datiert, da er vor Ostern 1219 starb. In der Diözese Köln, in der Jülich lag, datierte man nach dem so genannten Osterkalender, d.h. die Kalenderjahre begannen jeweils am Ostersonntag und waren deshalb auch unterschiedlich lang. So wurde die Urkunde für die Grafschaft Jülich korrekt auf 1218 datiert, obwohl bereits das Jahr 1219 unseres Kalendersystem begonnen hatte.

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